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Die Bewerbung: Wie präsentiere ich mich?

Erst nachdenken, dann bewerben!

Sie haben geklärt, wo Sie beruflich hinwollen. Und Sie haben eine Stelle gefunden, das Sie Ihrem Berufsziel ein kleines Stück näher bringt. Nun gilt es, mit einer ansprechenden Bewerbung zu überzeugen. Dabei kommt es nicht darauf an, eine Werbekampagne in eigener Sache zu fahren. Es geht vielmehr darum, mit ersten Arbeitsproben zu zeigen, wie Sie arbeiten: organisiert, zuverlässig, schlampig, pingelig, zügig, chaotisch oder lahm.

Eine Bewerbung kann aus einer kurzen Email mit angehängtem Lebenslauf und Foto bestehen oder aus einer kompletten Bewerbungsmappe. In den Jobbeschreibungen auf Hire.de finden Sie Hinweise, welche Form der Anbieter bevorzugt. Es kann aber auf keinen Fall schaden, kurz anzurufen. Etwa so: „Guten Tag, Frau Fischer! Ich heiße Maria Schmidt und habe Ihr Jobangebot auf Hire.de gesehen. Ich habe Politikwissenschaften studiert und engagiere mich ehrenamtlich bei Amnesty International. Ich kann mir gut vorstellen, im Bereich Menschenrechte weiterzuarbeiten, daher würde ich mich gern auf Ihre Stelle bewerben. Welche Unterlagen soll ich Ihnen schicken?“

Mit einem solchen Anruf zeigen Sie von Anfang an Engagement und Aktivität. Und genau das wünscht sich ein Arbeitgeber von seinen neuen Mitarbeitern.

Das Anschreiben

Das Anschreiben kann entweder eine Email sein oder ein ausgedruckter Brief, der lose oben auf der Bewerbungsmappe aufliegt. Der Aufbau sollte etwa so aussehen:

- Persönliche Anrede
Niemals „Sehr geehrte Damen und Herren“, immer „Sehr geehrter Herr Müller“ oder „Sehr geehrte Frau Dr. Schmidt“

- Dank für das Telefonat:
Zum Beispiel: „Herzlichen Dank für unser Telefonat vom 30. April. Wie verabredet sende ich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen zu.“

- Das Wichtigste für den Jobanbieter:
Zum Beispiel: „Seit März 2002 arbeite ich als freier Mitarbeiter bei der Nordwest-Presse. Ich schreibe überwiegend für die Lokalredaktion und die Reisebeilage. Dort habe ich unter anderem eine ganzseitige Reportage über den Tourismus in der ehemaligen Sowjetunion veröffentlicht.“

- Das Zweitwichtigste:
Zum Beispiel: „Ich habe Romanistik und zeitgenössische Geschichte an der Universität zu Köln studiert.“

- Der Jobwunsch:
Zum Beispiel: „Da ich gern in einem Reiseführerverlag arbeiten würde, möchte ich mich bei Ihnen um ein Stelle bewerben.“

- Weitere Hinweise:
Zum Beispiel: „Ich habe Ihnen meinen Lebenslauf und ein Foto angehängt. Zu einem Vorstellungsgespräch bringe ich bei Interesse gern meine Zeugnisse und einige Arbeitsproben mit. „

- Abschlussformel:
Über eine Einladung würde ich mich sehr freuen. Sie erreichen mich unter Telefon/Email. Mit freundlichen Grüßen

- Unterschrift:
Unterschreiben Sie die Email mit ausgeschriebenem Vor- und Nachnamen. Bei Ausdruck benutzen Sie blaue Tinte oder Filzschreiber. Lesbare Buchstaben, keine Rezeptblockunterschrift. Namenszug nicht gedruckt wiederholen.

Der Lebenslauf

Der Lebenslauf wird heute nicht mehr auf eine Seite gequetscht. Er darf – je nach dem, was Sie zu bieten haben – bis zu zweieinhalb Seiten umfassen. Oben auf der Seite steht Lebenslauf, danach folgen Ihre persönlichen Daten und Ihr Werdegang.

Heute geht man dazu über, den Lebenslauf nicht mehr von der Kindheit an chronologisch bis heute aufzulisten. Stattdessen werden zu Beginn (nach den persönlichen Daten) die wichtigsten beruflichen Erfahrungen genannt, und zwar von heute an rückwärts. Das hat den Vorteil, dass das Wichtigste zuerst genannt wird, und nicht etwa Ihre Grundschulzeit.

Dabei gibt es keine Königsformel für den optimalen Lebenslauf. Bauen Sie Ihren Lebenslauf unbedingt so auf, dass Ihr Jobwunsch dazu passt. Halten Sie alles klar und übersichtlich, und schließen Sie mit Hobbys und Interessen ab.

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